Retargeting und Remarketing werden oft im gleichen Atemzug genannt – kein Wunder, schließlich verfolgen beide das Ziel, Nutzer zurückzuholen, die bereits Interesse gezeigt haben. Doch auch wenn die Begriffe eng beieinanderliegen, gibt es wichtige Unterschiede in Strategie, Umsetzung und Kanalwahl.
Wer das versteht, kann seine Maßnahmen gezielter planen – und sein Marketingbudget deutlich effizienter einsetzen. In diesem Beitrag klären wir, was Retargeting und Remarketing wirklich unterscheidet – und wie man beide sinnvoll im Performance Marketing Mix kombinieren kann.
Was ist Retargeting?
Retargeting ist eine Online-Marketing-Strategie, bei der Personen angesprochen werden, die bereits mit einer Website oder einem digitalen Angebot interagiert haben – beispielsweise durch den Besuch einer Produktseite oder das Hinzufügen eines Artikels zum Warenkorb. Ziel ist es, diese Nutzer durch gezielte Anzeigen erneut zu erreichen und zur Rückkehr zu bewegen.
Technisch basiert Retargeting in der Regel auf Cookies oder Tracking-Pixeln. Diese erfassen bestimmte Verhaltensmuster, um daraus Zielgruppenlisten zu erstellen. Darauf aufbauend können personalisierte Anzeigen über Plattformen wie Google, Meta oder LinkedIn ausgespielt werden – meist im Rahmen von Display-Advertising oder Social Ads.
Retargeting eignet sich besonders, um Nutzer im Entscheidungsprozess zu begleiten, Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten und Conversions zu steigern. Es wird vor allem in Paid Media eingesetzt und zählt zu den effektivsten Methoden, um digitale Sichtbarkeit bei bereits interessierten Zielgruppen zu erhöhen.
Was ist Remarketing?
Remarketing beschreibt Maßnahmen, mit denen Personen erneut angesprochen werden, die bereits Kontakt zu einem Unternehmen, einer Marke oder einem Produkt hatten – meist über eigene Kanäle wie E-Mail oder das CRM-System. Im Unterschied zum Retargeting basiert Remarketing stärker auf vorhandenen Kontaktdaten, nicht auf „anonymem“ Nutzerverhalten.
Typische Beispiele für Remarketing sind E-Mail-Marketing an ehemalige Kunden, Erinnerungen an abgebrochene Warenkörbe oder Reaktivierungsmaßnahmen für inaktive Newsletter-Abonnenten. Auch personalisierte Angebote oder Follow-ups nach einem Download zählen dazu.
Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Google-Ads-Kosmos, wird heute aber branchenübergreifend für Maßnahmen verwendet, die bestehende Kontakte erneut aktivieren sollen.
Wann eignet sich Retargeting, wann Remarketing?
Ob Retargeting oder Remarketing besser geeignet ist, hängt vom Ziel, der Zielgruppe und der verfügbaren Datenbasis ab. Beide Methoden haben ihre Stärken – entscheidend ist, sie strategisch einzusetzen.
- Retargeting eignet sich besonders, wenn Nutzer die Website besucht, aber keine Aktion ausgeführt haben. Es spielt seine Stärken in frühen Phasen der Customer Journey aus – etwa bei der Erinnerung an Produkte, die angesehen, aber nicht gekauft wurden.
- Remarketing entfaltet seine Wirkung vor allem dann, wenn bereits eine Verbindung besteht. Etwa bei ehemaligen Kunden, Newsletter-Abonnenten oder inaktiven Nutzern, die gezielt mit personalisierten Nachrichten oder Angeboten reaktiviert werden sollen.
In vielen Fällen ist eine Kombination beider Strategien sinnvoll. So lässt sich Reichweite mit Relevanz verbinden – Interessenten werden durch Retargeting erneut angesprochen, während bekannte Kontakte über Remarketing gezielt gepflegt und weiterentwickelt werden können.
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Remarketing und Retargeting sind keine Buzzwords, sondern wirkungsvolle Werkzeuge im digitalen Marketing – vorausgesetzt, sie werden gezielt eingesetzt. Entscheidend ist, beide Methoden als Teil einer ganzheitlichen Strategie zu begreifen und entlang der Customer Journey aufeinander abzustimmen. So entsteht eine durchgängige Ansprache – von der ersten Interaktion bis zur langfristigen Kundenbindung.
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