Eine Landingpage (deutsch “Zielseite”) ist längst ein unverzichtbares Instrument im Online Marketing geworden, um potenzielle Kunden auf direktem Weg von einem Werbemittel oder Social-Media-Beitrag zu einer klar definierten Aktion zu führen. Ob es um die Anmeldung zu einem Webinar, die Hinterlassung von Kontaktdaten oder einen Kaufabschluss geht – eine gut geplante Landeseite bietet den Website-Besuchern genau die Informationen, die sie im ersten Blick benötigen, um weiterzumachen.
Dadurch wird der Weg zur Conversion so kurz und reibungslos wie möglich gestaltet. Dieser Beitrag zeigt, warum eine perfekte Landingpage so wichtig ist, wie man erfolgreiche Landingpages konzipiert und fortlaufend verbessert werden kann.
Warum eine Landingpage im Online Marketing so bedeutend ist
Der Hauptzweck einer Landingpage – häufig auch Landeseite genannt – besteht darin, potenzielle Kunden ohne Umwege zu einer bestimmten Aktion zu leiten. Dadurch unterscheidet sie sich grundlegend von anderen Seiten einer Webseite, auf der viele Navigationsmöglichkeiten oder Ablenkungen bestehen.
Stattdessen ist sie fokussiert und enthält oft nur ein einziges Ziel: Zum Beispiel das Sammeln von E-Mail-Adressen oder den Kauf eines bestimmten Produkts.
Egal ob Sie E-Mails für Ihren Newsletter erfassen, Leads für Ihr B2B-Produkt generieren oder Ihren E-Commerce-Shop bekannt machen wollen – eine Landingpage steigert die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher tatsächlich konvertieren.
Während eine allgemeine Homepage Besucher schnell überfordert, können auf einer speziell dafür konzipierten Landeseite alle wichtigen Infos zur Aktion bereitstehen, ohne dass man weiterklicken muss. Diese konsequente Ausrichtung erhöht die Conversion Rate.
Wichtige Merkmale erfolgreicher Landingpages
Eine erfolgreiche Landingpage vereint Klarheit, Übersicht und überzeugende Inhalte. Gerade im Landing Page Design ist es entscheidend, dass auf den ersten Blick erkennbar ist, worum es geht. Hier einige Aspekte:
Fokussierter Inhalt
Stellen Sie sicher, dass keine unnötigen Navigationselemente oder unpassende Verlinkungen ablenken. Landing-Pages erstellen bedeutet in diesem Sinne, alle überflüssigen Elemente zu entfernen oder stark zu reduzieren, damit der Fokus auf der gewünschten Aktion liegt.
Klarer Call-to-Action
Ob es um den Download eines Whitepapers geht oder um das Ausfüllen eines Kontaktformulars für ein Angebot – die Handlungsaufforderung (CTA) muss groß, farblich hervorgehoben und eindeutig formuliert sein. Ein Button mit „Jetzt kostenlos testen“ oder „Kostenloses E-Book herunterladen“ motiviert mehr als ein schlichter „Senden“-Button.
Relevante und verständliche Texte sowie Bildsprache
Besucher entscheiden in Sekundenschnelle, ob sie eine Seite wieder verlassen oder dort bleiben. Deshalb sollten die Vorteile, die man mit der Aktion hat, sofort ersichtlich sein. Wer eine eigene Landing Page aufbaut, tut gut daran, den Text auf wenige, aussagekräftige Bulletpoints zu beschränken, ergänzt durch eine schlüssige Überschrift und gegebenenfalls kurze Testimonials oder Kundenstimmen.
Vergiss nicht die Bildsprache – wird deine Buyer Persona abgegolten? Kann sie sich identifizieren, sieht man das Bild des Produktes oder kann man visuell auf die Leistung/Lösung schließen?
Optische Einfachheit
Minimalistisches Design ist eine wichtige Voraussetzung für eine perfekte Landingpage. Ein klares Farbschema, ausreichend Weißraum und gut lesbare Schriftarten sorgen dafür, dass wichtige Elemente im Vordergrund stehen. Dazu gehören neben dem CTA auch gegebenenfalls Bilder, die das Angebot visuell vermitteln.
Technische Performance
Eine Landingpage sollte schnell laden, da Besucher sonst abspringen. Insbesondere auf mobilen Geräten muss sie optimal dargestellt werden – sprich, sie ist „responsiv“ aufgebaut. Ein langer Ladevorgang mindert die Conversion Rate erheblich.
Rolle von SEO und Suchmaschinenoptimierung im Landingpage Aufbau
Obwohl viele Landingpages vornehmlich im Rahmen von Werbekampagnen wie Google Ads oder Social-Media-Anzeigen genutzt werden, kann Suchmaschinenoptimierung (SEO) durchaus sinnvoll sein. Wer Landing-Pages erstellen möchte, kann sie mit genügend Content ausstatten, sodass sie eine Chance haben, in den Suchergebnissen organisch zu ranken. Das kommt natürlich auf das Thema und die Wettbewerbssituation an.
Stellen Sie sicher, dass die wichtigsten Keywords im Titel, in den Überschriften und im Text vorkommen. Allerdings muss man hier eine Balance finden: Zu viele Inhalte können die Seite überfrachten und vom Hauptziel – dem Konvertieren – ablenken. Wichtig ist deshalb: Wägen Sie ab, ob die Seite eher für Performance-Kampagnen gedacht ist oder ob Sie sich ein langfristiges SEO-Ranking erhoffen. Ein Mix kann funktionieren, erfordert aber Feingefühl bei der Texterstellung.
Wie Landingpages im E-Commerce profitieren
Gerade im E-Commerce, wo Produkte verkauft werden, können Landingpages zu einer deutlichen Umsatzsteigerung führen. Statt Besucher, die auf eine Werbeanzeige geklickt haben, einfach auf die Shop-Übersicht zu schicken, ist es oft effektiver, eine spezifische Landeseite für das beworbene Produkt zu erstellen. Dort wird alles Relevante erklärt: Preis, Kundenvorteile, vielleicht einige Kundenbewertungen, und natürlich ein klarer CTA-Button zum Bestellen.
Solche Seiten nennt man manchmal auch „Campaign-Specific“ oder „Produkt-Landingpages“. Sie können die Conversion Rate stark erhöhen, weil die Besucher ohne Umwege das finden, was ihnen in der Anzeige versprochen wurde. Ob Kleider, Gadgets oder Software – eine gezielte Seite mit Produktinformationen, Produktbildern und möglicherweise auch Timer-Elementen (z. B. zeitlich begrenzte Rabattaktionen) kann einen entscheidenden Unterschied machen.
Wichtig: Auch in einem Online-Shop macht oftmals speziell optimierte Landingpages (Zielseiten) Sinn. Immer dann, wenn das Angebot im E-Shop breiter ist und Produkte oder Warengruppen einen Widerspruch darstellen können.
Beispiel aus meiner Praxis: Baby-Wickeltische und Insektizide wurden vom gleichen Gastro-Zulieferer angeboten. Es wurden gezielte Landingpages für Kunden mit Insektenproblemen wie auch eine Landingpage für Babybedarf geschaffen.
Ist eine Persona auf der Suche nach Baby-Artikeln, könnte eine zufällig eingeblendete Crosselling Aktion oder Content zum Thema hochwirksame Insektizide sehr verstörend wirken und die Customer Journey negativ beeinflussen.
Landingpages für Leadgenerierung (LeadGen)
Eine andere Art von Landingpage ist die zur Leadgenerierung. Hier geht es darum, Kontaktdaten (z. B. E-Mail) zu erfassen. Der Anreiz kann ein Whitepaper sein, ein Webinar oder ein anderer Lead-Magnet. Dieser Download oder diese Anmeldung ist der „Tausch“, bei dem der Interessent seine Daten hergibt, um an wertvollen Content zu gelangen.
Dazu braucht es oft ein Formular, das so kurz wie möglich gehalten wird. Jedes zusätzliche Feld kostet Konversionen. Bewährt hat sich, bei wenig Inhalten zu starten, etwa nur E-Mail-Adresse und Name.
Benötigt man mehr Informationen (Unternehmensgröße, Standort etc.), kann man das Formular später erweitern oder durch progressive Profiling ausbauen – ein Ansatz, der in Marketing-Automation-Tools wie HubSpot möglich ist.
Wichtig: Es ist eine eigene Kunst den Markenkern, Produkte und Leistungen abzubilden und verschiedene Buyer Personas sehr präzise abzuholen und aus all diesen einzelnen Seiten einen geschlossenen stimmigen Webauftritt zu schaffen.
Dies nimmt in der Konzeptionsphase einiges an Energie in Anspruch, liefert dann jedoch ein kongruentes Markenbild und hohe Effektivität was die Performance betrifft.
Call-to-Action, CTA: Von normalem Button zur Conversion-Engine
Einer der effektivsten Stellhebel zur Erhöhung der Konversionsrate ist der CTA-Button. Ein simpler Button mit „Senden“ ist wenig überzeugend. Stattdessen animiert eine prägnante Handlungsaufforderung, zum Beispiel „Jetzt Whitepaper erhalten“ oder „Gratis Webinar sichern“, den Besucher stärker zur Aktion. Zusätzlich kann man Farben und Design so wählen, dass der Button ins Auge sticht und auf keiner Ebene übersehen werden kann.
Achten Sie darauf, dass Call-to-Action-Buttons keine toten „Dead Ends“ sind. Oft macht es Sinn, einen Text darunter zu haben, der beispielsweise ein Safe-Signal gibt („Ihre Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Sie können sich jederzeit abmelden.“).
Gerade wenn im B2B sensible Daten abgefragt werden, erleichtert dieser Vertrauens Hinweis die Entscheidung, das Formular abzuschicken.
Expertentipp: Gönne dem Besucher Ruhe, schaffe Whitespace. Man kann auch Videos abspielen. Aber noch wichtiger ist es, immer wieder mit Aufrufen zur Aktion (CTA) zu stören, um den Besucher auch wieder aufzuwecken und zu aktivieren. Besonders wenn er sich in seiner Customer Journey in Richtung Anfrage, Kontaktaufnahme oder Transaction bewegt.
Mobile Geräte und responsive Design
Viele Nutzer kommen heute über Smartphones oder Tablets auf Landingpages, ob über Social-Media-Ads oder Google. Daher muss die Seite auch mobil-optimiert sein. Der CTA-Button sollte gut erreichbar sein, das Design sollte sich dynamisch an kleinere Bildschirme anpassen. Es ist ratsam, die Seite kurz auf dem Smartphone selbst zu testen: Ist der Button bequem drückbar? Ist das Formular leicht zu bedienen? Wie schnell lädt die Seite?
Erscheint die Seite zu langsam oder unübersichtlich, verliert man wertvolle potenzielle Kunden. Gerade im B2B kann es sein, dass Entscheider mobil kurz eine Kampagne checken und sich so umfassende Informationen wünschen, ohne Abstriche in der Bedienung.
Fehlerquellen und Stolperfallen
- Zu viele Ablenkungen
Manche Unternehmen binden auf ihrer Landingpage Banner, Menüs oder Links zu anderen Produktkategorien ein. Dadurch kann die Conversion Rate massiv sinken, weil Besucher nicht mehr wissen, was sie tun sollen. - Fehlende Stichhaltigkeit
Eine Landeseite darf weder inhaltlich unklar noch irreführend sein. Verspricht die Werbeanzeige etwas, sollte die Seite das exakt aufgreifen und dem Nutzer das Angebotsversprechen glaubhaft machen. - Zu lange Formulare
Jedes überflüssige Feld reduziert die Abschlusswahrscheinlichkeit. Im Zweifel lieber weniger Daten abfragen und höhere Konversionen erzielen – man kann danach im Onboarding Prozess (z. B. per E-Mail) mehr Infos erfragen. - Keine Social-Proofs oder Testberichte
Speziell im B2B kann ein Testimonial, eine Bewertung oder ein Logo bekannter Kunden Wunder bewirken, um Vertrauen aufzubauen.
Warum Landingpages für uns aus Growth-Marketing Perspektive so wichtig sind
Aus Sicht einer Growth Marketing Agentur sind Landingpages das A und O, um Erfolge im Online Marketing messbar zu machen. Ob Sie eine Facebook-Anzeige, eine LinkedIn-Ads-Kampagne oder Suchmaschinenwerbung über AdWords schalten: Jede dieser Kampagnen sollte auf eine eigene Landingpage führen, die genau auf die jeweiligen Interessen und Bedürfnisse des Besuchers abgestimmt ist.
Auf diese Weise kann man sehr schnell sehen, welche Kampagne läuft und welche nicht – denn jede Landeseite sammelt ihre eigene Conversion Rate. Mithilfe von A/B-Tests lässt sich eine Landingpage weiter optimieren, sodass man bis zur „perfekten Landingpage“ gelangt, bei der alle Komponenten reibungslos zusammenspielen.
Wir setzen auf Tools, die ohne großen Programmieraufwand das Landing-Pages-Erstellen ermöglichen, damit wir in kürzester Zeit Varianten austesten können. Gleichzeitig verknüpfen wir die Seiten mit dem CRM, um Leads systematisch zu pflegen und sie über Lead-Nurturing-Kampagnen zu echten Kunden zu entwickeln.
Unser Anspruch: Jede erfolgreiche Kampagne geht Hand in Hand mit einer starken Landeseite. Nur so lässt sich über alle Phasen hinweg – von der Werbeanzeige bis zum Lead oder Kauf – ein nahtloses Nutzererlebnis sicherstellen, bei dem klar ist, welcher nächste Schritt folgt.
Vor allem im B2B-Bereich, wo Produkte erklärungsbedürftig sind, macht es Sinn, interessierten Entscheidern auf einer Landingpage genau die Informationen zu geben, die sie zum Konvertieren brauchen.
Take care of your Landingpages!
FAQs zu Landingpages
Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine einzelne Seite, die den Besucher ohne Ablenkungen zu einer bestimmten Aktion leitet, wie das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder das Herunterladen eines Whitepapers. Anders als herkömmliche Unterseiten eines Webauftritts hat sie ein klar definiertes Ziel.
Warum ist eine Landingpage im E-Commerce so entscheidend?
Im E-Commerce kann eine dedizierte Landeseite für ein Produkt oder eine Produktkategorie die Conversion deutlich erhöhen, da Besucher zielgerichtet alle relevanten Infos präsentiert bekommen. Sie müssen nicht erst lange im Shop navigieren.
Wie erstellt man eine perfekte Landingpage?
Das hängt von Ihren Zielen ab. Wichtig sind jedoch immer eine klare Überschrift, relevante Inhalte, ein auffälliger CTA und das Vermeiden von Ablenkungen. Tools wie Landingpage-Builder oder Baukasten-Systeme ermöglichen schnelles Landing-Pages-Erstellen ohne tiefere Programmierkenntnisse.
Welche Rolle spielt SEO (Suchmaschinenoptimierung) bei Landingpages?
Oft werden Landingpages primär für Werbekampagnen genutzt. Möchte man sie aber auch organisch ranken lassen, ist ausreichender, optimierter Text erforderlich. Dennoch sollte die Seite nicht überladen sein, um die Conversion Rate nicht zu gefährden.
Was unterscheidet eine Landingpage von einer normalen Webseite?
Eine normale Webseite enthält meist Navigation, externe Links und verschiedene Infos. Eine Landingpage konzentriert sich auf eine einzelne Aktion und blendet alle anderen Ablenkungen aus, damit die Besucher konvertieren.
Wie integriere ich Call-to-Actions effektiv?
CTA-Buttons sollten farblich herausstechen, eindeutig beschriftet sein („Jetzt Whitepaper kostenlos sichern“) und sich idealerweise mehrfach auf der Seite wiederholen, damit der Nutzer sie jederzeit erreichen kann.
Warum sollte man A/B-Tests durchführen?
A/B-Tests ermöglichen den Vergleich unterschiedlicher Varianten von Text, Design oder CTA-Button. Auf diese Weise findet man empirisch heraus, welche Variante besser konvertiert und kann die Conversion Rate stetig verbessern.
Wie lang darf das Formular sein?
Je weniger Felder, desto höher die Abschlussrate. Oft reichen Name und E-Mail-Adresse aus, um einen Lead zu generieren. Bei Bedarf kann man im weiteren Prozess zusätzliche Angaben erfragen.
Lohnt sich eine Landingpage nur für Ads-Kampagnen?
Nein, auch Werbemails, LinkedIn-Posts oder organische Suchergebnisse können Besucher auf eine Landeseite führen. Wichtig ist nur, dass die Kampagne thematisch passt und die Seite den angekündigten Nutzen direkt bereitstellt.
Kann ich meine Landingpage auch auf Mobile ausrichten?
Eine Landingpage muss responsive sein und schnell laden, da immer mehr Nutzer über das Smartphone kommen. Wer das vergisst, verliert potenzielle Kunden an zu lange Ladezeiten oder unübersichtliches Layout.